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Gericht

Welches Gericht ist zuständig?

Grundsätzlich ist das Gericht ist zuständig, in dessen Bezirk ein Ehegatte mit dem minderjährigen Kind seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Haben die Eheleute keine minderjährigen Kinder, ist das Gericht zuständig, in dessen Bezirk die Eheleute ihren letzten gemeinsamen gewöhnlichen Aufenthalt hatten und ein Partner immer noch wohnt.

Haben sie gemeinsame Kinder und sind beide in einen anderen Gerichtsbezirk gezogen, muss der Antrag bei dem Gericht eingereicht werden, in dessen Bezirk der jeweils andere, der Antragsgegner, wohnt.

Gerichtskosten

Gerichtskosten erhebt der Staat in Deutschland f√ľr die T√§tigkeit seiner Gerichte in den meisten Gerichtsverfahren. Die Gerichtskosten addieren sich aus den gerichtlichen Geb√ľhren und den gerichtlichen Auslagen.
Die Gerichtskosten werden hauptsächlich auf Grundlage des Gerichtskostengesetzes (GKG) und weiterer diverser Nebengesetze erhoben. Die Höhe ist abhängig von den gesetzlich vorgeschriebenen Gegenstandwerten.

Gerichtstermin

Am Scheidungstermin m√ľssen beide Eheleute pers√∂nlich vor Gericht erscheinen.
Während des Gerichtstermins trägt der Anwalt des Antragstellers den Scheidungsantrag und ggf. die Folgesachen vor, ggf. auch der Anwalt des Antragsgegners, wenn dieser einen eigenen Anwalt haben sollte.

Gleichgeschlechtliche Ehe

Von einer gleichgeschlechtliche Ehe spricht man, wenn der beide Ehe Partner das gleiche Geschlecht haben.
Im Gegensatz zur eingetragenen Partnerschaft, welche durch ein entsprechendes eigenes Gesetz geregelt wird, wird unter gleichgeschlechtlicher Ehe dasselbe Ehegesetz sowohl f√ľr heterosexuelle, wie auch homosexuelle Paare angewendet.

Es gibt allerdings in damit zusammenhängenden Gesetzen explizite Ausnahmen in umstrittenen Bereichen, zB. bei gemeinsamer Adoption)

G√ľterstand

Die Eheleute leben nach deutschen Recht im G√ľterstand einer sog. Zugewinngemeinschaft.
Im Rahmen eines Ehevertrags k√∂nnen die Eheleute einen anderen G√ľterstand w√§hlen, n√§mlich den der G√ľtertrennung oder den der G√ľtergemeinschaft.

Es k√∂nnen auch Modifikationen des G√ľterstands der Zugewinngemeinschaft vereinbart werden. Besonders h√§ufig ist die Vereinbarung einer modifizierten Zugewinngemeinschaft. Hier kann z.B. vereinbart werden, dass bestimmte Verm√∂gensgegenst√§nde nicht unter den Zugewinnausgleich fallen.
Dies ist häufig anzutreffen, wenn ein Ehepartner z.B eine große Erbschaft mit in die Ehe bringt. Im Scheidungsfalle kann diese dann auch in ihren Wertsteigerungen unangetastet bleiben und verbleibt bei dem betreffenden Ehepartner.

G√ľtergemeinschaft

Bei manchen Ehen und eingetragenen Partnerschaften kommt der G√ľterstand der G√ľtergemeinschaft zum tragen.
Bei einer G√ľtergemeinschaft ist das Verm√∂gen der beiden Partner grunds√§tzlich gemeinschaftliches Verm√∂gen der beteiligten Partner.

G√ľtertrennung

Die G√ľtertrennung ist wie die G√ľtergemeinschaft ein familienrechtlicher G√ľterstand zwischen Eheleuten oder Lebenspartnern.
Die G√ľtertrennung betrifft das Verm√∂gen beider Ehegatten oder Lebenspartner und trennt diese vollst√§ndig, ohne dass nach der Scheidung der Ehe einem der beiden Ehepartnern ein Zugewinnausgleich zu gew√§hren ist.
Das Vermögen verbliebt bei jeweils demjenigen, der/die das Vermögen in die Ehe/Lebenspartnerschaft gebracht hat.