22. Oktober 2018 : Infoabend im Rahmen der Themenstunden für Alleinerziehende

Am 22.10.2018 werde ich als Referentin im Rahmen der Veranstaltung „Themenstunden für Alleinerziehende“ im Gutshaus in Glinde über Ansprüche, Rechte und Pflichten bei Trennung und Scheidung informieren.

Weiteres entnehmen Sie bitte dem Flyer, den Sie hier herunterladen können:

Themenstunden für Alleinerziehende

oder dem Zeitungsartikel der Glinde Zeitung:

2081022 Vortrag

 

9. Juni 2018: Infoabend im Rahmen der Trennungsgruppe für Frauen

Am 09.06.2018 werde ich als Referentin über Auswirkungen von Trennung und Scheidung in rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht im Rahmen der Veranstaltung „Trennungsgruppe für Frauen“ im Beratungszentrum Südstormarn (SVS) in Reinbek informieren.


Anmeldungen bitte an:

Beratungszentrum Südstormarn
Frauen- und Mädchenberatung
Scholtzstraße 13 b
21465 Reinbek
Tel.: 040/722 96 96

Hier können Sie den Flyer downloaden

 

Neue Düsseldorfer Tabelle ab Januar 2018 – weniger Kindesunterhalt für viele?

Zum 1. Januar 2018 wird sich erneut die Düsseldorfer Tabelle für den Kindesunterhalt ändern. Zuletzt wurde die Tabelle, die die Beträge ausweist, die üblicherweise Kinder von getrenntlebenden Eltern von dem Elternteil, der nicht bei ihnen lebt, beanspruchen können, vor einem Jahr angepasst und die Unterhaltszahlbeträge erhöht. Allerdings werden bei dieser Änderung nicht nur wie bei der letzten Anpassung die Unterhaltsbeträge steigen. In der neue Düsseldorfer Tabelle werden nach 10 Jahren zum erstem Mal auch die Einkommensgruppen angehoben. Bisher galt der Mindestunterhalt für alle Kinder, deren unterhaltspflichtiger Elternteil bis 1.500 Euro netto verdient. Nunmehr gilt dieses bis zu einem Nettoeinkommen von 1.900 Euro. Entsprechend erhöht sich die oberste Einkommensgruppe von einem Nettoeinkommen von bisher 5.100 Euro auf 5.500 Euro. Die Veränderung der Einkommensgruppen wird dazu führen, dass zwar die Kinder, die bisher den Mindestunterhalt erhalten haben, einen höheren Unterhalt bekommen können. Allerdings wird sich auch für vielen Kinder der Unterhalt verringern.

Bisher konnte ein unterhaltspflichtiger Elternteil mit einem Nettoeinkommen von 1.500 Euro, also der Obergrenze der untersten Einkommensstufe, schon nicht einmal für 2 Kinder der untersten Altersstufe (0 – 5 Jahre) den Mindestunterhalt zahlen, ohne seinen eigenen Selbstbehalt zu gefährden. Dies soll mit der Anpassung jetzt vermieden werden.

Das Kindergeld wird zum 1. Januar 2018 erneut um 2 Euro von 192 Euro auf 194 Euro steigen. Das Kindergeld ist auf den Bedarf von minderjährigen Kindern zur Hälfte, bei Volljährigen in voller Höhe anzurechnen. Die Unterhaltsbeträge für die volljährigen Kinder in der Altersstufe ab 18 Jahren und der Festbetrag für Volljährige, die nicht mehr bei einem Elternteil leben, bleibt unverändert. Es wirkt sich allerdings das erhöhte Kindergeld unterhaltsmindernd aus. Damit soll der Bedarf eines Volljährigen, der noch im Haushalt eines Elternteils lebt, im Verhältnis zum Bedarf eines allein lebenden Volljährigen angeglichen werden.

Der beim Unterhaltspflichtigen zu berücksichtigende Selbstbehalt wird auch dieses Mal nicht angehoben werden. Er wurde zum Januar 2015 erhöht. Für eine Neuberechnung des Unterhalts, auch insbesondere zur Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens berät Sie sich gern Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht Alexandra Husung, Kreutzkamp 3 a, 21465 Reinbek, Tel.: 32 51 31 82; https://rechtsanwaeltin-husung.de

Neue Düsseldorfer Tabelle 2017

Ab Januar 2017 haben Kinder von getrenntlebenden Eltern einen höheren Unterhaltsanspruch. Getrenntlebende Mütter oder Väter müssen dann ihren Kindern mehr Unterhalt zahlen. Grund hierfür ist die Änderung der Mindestunterhaltsverordnung. Die darauf basierende Erhöhung des Mindestbedarfs eines Kindes führt dazu, dass die sogenannte Düsseldorfer Tabelle, die bundesweit für die Höhe des Kindesunterhalts zugrunde gelegt wird, zum Jahresbeginn angepasst wird. Düsseldorfer Tabelle, Kindesunterhalt, Unterhalt, Anpassung, 2017, Erhöhung, Kindergeld, Unterhaltsanspruch, Zahlbetrag
Seit 1962 existiert die Düsseldorfer Tabelle. Sie dient unter anderem den Gerichten als Richtlinie für die Bemessung des Kindesunterhalts. Für Kinder bis zum fünften Lebensjahr wird der Unterhalt um 7 Euro auf 342 Euro steigen. Kinder zwischen sechs und elf Jahren werden 9 Euro mehr und damit 393 Euro beanspruchen können. Für zwölf bis siebzehnjährige steigt der Anspruch um 10 Euro auf 460 Euro. Der Satz für volljährige Kinder steigt um 11 Euro auf 527 Euro. Der Betrag steigt gestaffelt nach Einkommensklassen des Unterhaltspflichtigen. Auch das Kindergeld soll zum Januar 2017 steigen. Die konkreten Erhöhungen werden Mitte Dezember bekannt gegeben. Das Kindergeld ist auf den Bedarf von minderjährigen Kindern zur Hälfte, bei Volljährigen in voller Höhe anzurechnen. Nach Festlegung der Kindergelderhöhung können dann die Zahlbeträge der Düsseldorfer Tabelle für den Kindesunterhalt festgelegt werden. Die letzte Anpassung der Düsseldorfer Tabelle und Kindergelderhöhung war im Januar 2016, eine weitere Änderung der Düsseldorfer Tabelle ist voraussichtlich zum Januar 2018 geplant. Der beim Unterhaltspflichtigen zu berücksichtigende Selbstbehalt wird nicht angehoben werden. Zuletzt war dieser zum Januar 2015 erhöht worden.

Abgedruckt in Glinde Zeitung Sachsenwald am 29. November 2016

Ein gemeinsamer Anwalt?

Bei der Trennung von Eheleuten taucht häufig die Frage nach einem gemeinsamen Scheidungsanwalt auf, meist verbunden mit dem Wunsch nach Streitvermeidung und dem Hinweis auf die Kostenersparnis. Die gewünschte Kostenersparnis kann möglich sein, einen gemeinsamen Anwalt gibt es jedoch nicht. Der Rechtsanwalt darf nach strengem anwaltlichen Berufsrecht keine widerstreitenden Interessen vertreten und auch nicht den Anschein erwecken, dass er dies tut.

Artikel Gemeinsamer Anwalt, November2015Eheleute haben im Scheidungsverfahren stets widersprüchliche Interessen, auch wenn sie scheinbar in vielen oder allen Punkten einig sind. Der Anwalt darf nur einen der beiden Eheleute beraten und vertreten. Dies gilt auch für das Ehescheidungsverfahren, in dem der antragstellende Ehegatte zwingend anwaltlich vertreten sein muss.

Als Interessenvertreter des einen Ehegatten ist es dem Rechtsanwalt dabei nicht möglich, gleichzeitig auch die Interessen des anderen Ehegatten hinreichend zu berücksichtigen. Die häufige Folge ist, dass der nicht anwaltlich vertretene Ehegatte im vermeintlichen Einvernehmen nicht ausreichend auf eigene Rechte und Ansprüche in so wichtigen Regelungsbereichen wie Unterhalt, Vermögensauseinandersetzung und Rententeilung hingewiesen wird. Hierdurch kann es zu nicht gewollten Ergebnissen kommen, die später oft nicht mehr korrigiert werden können.

Besondere Vorsicht ist insbesondere dann geboten, wenn eine Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung abgeschlossen werden soll. Jedenfalls vor Unterzeichung der Vereinbarung sollte der nicht anwaltlich vertretene Ehegatte diese noch einmal rechtlich von einem Fachanwalt prüfen lassen, damit nicht in Unkenntnis der rechtlichen Bedeutung und Folgen Erklärungen abgegeben oder Vereinbarungen getroffen werden, die so nicht beabsichtig sind und sich im Nachhinein nicht mehr abändern lassen.

Auf den ersten Blick nicht erkennbare, oft erhebliche finanzielle Nachteile wiegen die eingesparten Anwaltskosten nicht auf.

Abgedruckt in Glinder Zeitung Sachsenwald am 24. November 2015