22. Oktober 2018 : Infoabend im Rahmen der Themenstunden für Alleinerziehende

Am 22.10.2018 werde ich als Referentin im Rahmen der Veranstaltung „Themenstunden für Alleinerziehende“ im Gutshaus in Glinde über Ansprüche, Rechte und Pflichten bei Trennung und Scheidung informieren.

Weiteres entnehmen Sie bitte dem Flyer, den Sie hier herunterladen können:

Themenstunden für Alleinerziehende

oder dem Zeitungsartikel der Glinde Zeitung:

2081022 Vortrag

 

9. Juni 2018: Infoabend im Rahmen der Trennungsgruppe für Frauen

Am 09.06.2018 werde ich als Referentin über Auswirkungen von Trennung und Scheidung in rechtlicher und wirtschaftlicher Hinsicht im Rahmen der Veranstaltung „Trennungsgruppe für Frauen“ im Beratungszentrum Südstormarn (SVS) in Reinbek informieren.


Anmeldungen bitte an:

Beratungszentrum Südstormarn
Frauen- und Mädchenberatung
Scholtzstraße 13 b
21465 Reinbek
Tel.: 040/722 96 96

Hier können Sie den Flyer downloaden

 

Ein gemeinsamer Anwalt?

Bei der Trennung von Eheleuten taucht häufig die Frage nach einem gemeinsamen Scheidungsanwalt auf, meist verbunden mit dem Wunsch nach Streitvermeidung und dem Hinweis auf die Kostenersparnis. Die gewünschte Kostenersparnis kann möglich sein, einen gemeinsamen Anwalt gibt es jedoch nicht. Der Rechtsanwalt darf nach strengem anwaltlichen Berufsrecht keine widerstreitenden Interessen vertreten und auch nicht den Anschein erwecken, dass er dies tut.

Artikel Gemeinsamer Anwalt, November2015Eheleute haben im Scheidungsverfahren stets widersprüchliche Interessen, auch wenn sie scheinbar in vielen oder allen Punkten einig sind. Der Anwalt darf nur einen der beiden Eheleute beraten und vertreten. Dies gilt auch für das Ehescheidungsverfahren, in dem der antragstellende Ehegatte zwingend anwaltlich vertreten sein muss.

Als Interessenvertreter des einen Ehegatten ist es dem Rechtsanwalt dabei nicht möglich, gleichzeitig auch die Interessen des anderen Ehegatten hinreichend zu berücksichtigen. Die häufige Folge ist, dass der nicht anwaltlich vertretene Ehegatte im vermeintlichen Einvernehmen nicht ausreichend auf eigene Rechte und Ansprüche in so wichtigen Regelungsbereichen wie Unterhalt, Vermögensauseinandersetzung und Rententeilung hingewiesen wird. Hierdurch kann es zu nicht gewollten Ergebnissen kommen, die später oft nicht mehr korrigiert werden können.

Besondere Vorsicht ist insbesondere dann geboten, wenn eine Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung abgeschlossen werden soll. Jedenfalls vor Unterzeichung der Vereinbarung sollte der nicht anwaltlich vertretene Ehegatte diese noch einmal rechtlich von einem Fachanwalt prüfen lassen, damit nicht in Unkenntnis der rechtlichen Bedeutung und Folgen Erklärungen abgegeben oder Vereinbarungen getroffen werden, die so nicht beabsichtig sind und sich im Nachhinein nicht mehr abändern lassen.

Auf den ersten Blick nicht erkennbare, oft erhebliche finanzielle Nachteile wiegen die eingesparten Anwaltskosten nicht auf.

Abgedruckt in Glinder Zeitung Sachsenwald am 24. November 2015