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Eheschlie├čung

Die Eheschlie├čung, oder auch Heirat genannt, ist nach deutschem Familienrecht das Rechtsgesch├Ąft, durch das eine Ehe begr├╝ndet wird. Bei der Eheschlie├čung mu├č ein Standesbeamter anwesend sein. Die Eheschlie├čung ist ein sog. "formbed├╝rftiger Vertrag". Die Willenserkl├Ąrungen m├╝ssen vor einem Standesbeamten abgegeben werden. Eine Stellvertretung f├╝r den Standesbeamten ist unzul├Ąssig.

Siehe zu diesem Thema "Familie und Partnerschaft" des Bundesministerium der Justiz und f├╝r Verbraucherschutz.

Ehevertrag

In einen Ehevertrag werden bestimmte Regeln f├╝r die Ehe festgelegt. Dies vor allem aber f├╝r den Fall einer Trennung und Scheidung.

Nach deutschem Recht ist ein Ehevertrag nur wirksam, wenn er durch einen Notar beurkundet wird, denn ein Ehevertrag kann weitreichende Regelungen enthalten. Aus diesem Grund h├Ąlt der Gesetzgeber die Beratung und anschlie├čende Beurkundung durch einen Notar als unparteiischen Berater f├╝r notwendig. Ein Ehevertrag kann vor oder auch w├Ąhrend der Ehe geschlossen werden.

Vorrangig werden diese drei gro├čen Themen von einem Ehevertrag geregelt:

Einvernehmliche Scheidung

Von einer einvernehmlichen Scheidung spricht man, wenn weder ├╝ber die Voraussetzungen der Scheidung noch ├╝ber ihre Folgesachen gestritten wird.
Die Verfahren sind geeignet f├╝r die sog. Online-Scheidung. Lediglich der Ehepartner, der die Scheidung einreicht, muss anwaltlich vertreten sein, der andere ben├Âtigt nicht zwingend einen eigenen Anwalt.

Einvernehmlichen Scheidung und Scheidungsfolgen

Was sind Scheidungsfolgen?

Bei einer einvernehmlichen Scheidung streiten sich die Eheleute nicht, sondern sie sind sich ├╝ber alle Scheidungsfolgen einig. Dies sind in der Regel der Trennungsunterhalt und der nacheheliche Unterhalt, Kindesunterhalt, Verteilung des Hausrates, Nutzung der gemeinsamen Wohnung, Teilung der Konten, der Schulden und des Verm├Âgens.

Entweder gibt es nichts zu regeln, oder es ist schon alles geregelt oder wird noch einvernehmlich geregelt. Bei der einvernehmlichen Scheidung gibt es keinen Streit vor Gericht, es ist deshalb nur ein Anwalt notwendig f├╝r den, der die Scheidung einreicht. Einvernehmliche Scheidungen sind schneller aufgrund der fehlenden streitigen Scheidungsfolgen, die das Verfahren verz├Âgern, damit auch g├╝nstiger, da hierf├╝r keine zus├Ątzlichen Kosten entstehen.

Regelm├Ą├čig teilen sich bei einer einvernehmlichen Scheidung die Ehepartner die anfallenden Geb├╝hren, so das hierdurch die Kosten reduziert werden.

Elterliche Sorge

Elterliche Sorge ist ein Rechtsbegriff im deutschen Familienrecht und umfasst die Personensorge, die Verm├Âgenssorge und die Vertretung des Kindes in pers├Ânlichen und in Verm├Âgensangelegenheiten Umgangssprachlich wird meist vom Sorgerecht gesprochen. Die Inhaber der elterlichen Sorge sind die Eltern und zwar grunds├Ątzlich gemeinsam.

Das BGB unterscheidet hinsichtlich der Aus├╝bung des elterlichen Sorgerechts zwischen Kindern, deren Eltern bei der Geburt verheiratet sind, und Kindern, deren Eltern bei der Geburt nicht miteinander verheiratet sind.